Dorfleben bewahren: Wir drehen an der Kostenschraube für unsere Läden
2026-04-15
Steigende Energiepreise bringen unsere Dorfläden finanziell immer öfter an ihre Grenzen. Gemeinsam mit Obmann LAbg. Bgm Guido Flatz und Charly Marent (Verein Dorfleben) entwickeln wir Energiekonzepte für Vorarlbergs Nahversorger, um die Betriebskosten durch gezielte Optimierungen und Investitionen n
Nahversorgung ist Daseinsvorsorge
Ein Dorfladen ist weit mehr als nur ein Ort, um Milch und Brot zu kaufen. Er ist der soziale Ankerpunkt unserer Gemeinden. Doch die wirtschaftliche Realität ist hart: Steigende Energiekosten für Kühlung, Licht und Heizung fressen die oft knappen Margen auf – und der Wettbewerb mit den großen Konzernen verschärft die Situation zusätzlich.
Im Auftrag des Vereins Dorfleben (nahversorgung.org) liefern wir bei ekart.at die notwendigen technischen Fakten, um Einsparpotenziale aufzudecken und die Fixkosten der Betreiber zu drücken.
Von Schruns bis Langen: Die Bestandsaufnahme läuft auf Hochtouren
Wir reden nicht nur über Energieeffizienz, wir messen sie. In den letzten Monaten haben wir die energetische Situation zahlreicher Läden im ganzen Land erfasst.
- Der Zwischenstand: Aktuell haben wir bereits 60 % aller Nahversorger in Vorarlberg erhoben.
- Was wir prüfen: Wir erfassen die Gesamtsituation systematisch. Ob Gebäudehülle, Haustechnik, ineffiziente Kühlung oder das Benutzerverhalten – wir leuchten die Schwachstellen aus.
- Die Analyse & das Benchmarking: Auf ekart.at werten wir aus, wo die größten „Energiefresser“ sitzen. Durch den Vergleich der Betriebe untereinander sehen wir sofort, welche Investitionen technisch am sinnvollsten sind.
Eine komplexe Herausforderung: Keine Lösung von der Stange
Uns ist bewusst: Es gibt nicht die „eine“ Lösung für alle. Die Nahversorgung in Vorarlberg ist so vielfältig wie unsere Dörfer selbst. Die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sind komplex:
- Manche Läden werden als Vereine oder Genossenschaften geführt, andere als GmbHs.
- Einige sind selbstständig, andere werden von der Gemeinde finanziert.
- Die Immobilien reichen vom eigenen Gebäude über Mietverhältnisse bis hin zu Gemeindeobjekten.
Diese unterschiedlichen Strukturen beeinflussen massiv, welche Maßnahmen umgesetzt werden können. Unser Ziel ist es daher, für jeden Standort die individuell beste Strategie zur Kostensenkung zu finden.
Investieren statt draufzahlen: Spielräume schaffen
Auch wenn wir nicht jeden Laden allein durch Energieeffizienz komplett „krisenfest“ machen können, so ist jede gesparte Kilowattstunde ein direkter Beitrag zur wirtschaftlichen Entlastung. Wir zeigen auf, welche Investitionen (z. B. neue Kühltechnik oder LED) sinnvoll sind und welche Förderungen dabei helfen, die Hürden für die Umsetzung zu senken.
"Wir wollen Fakten schaffen, die den Betrieben direkt helfen. Durch die Kooperation mit ekart.at bekommen unsere Nahversorger einen klaren Fahrplan, wie sie ihre Kosten im Rahmen ihrer Möglichkeiten in den Griff bekommen." — Charly Marent, Verein Dorfleben
Der Fahrplan: Ergebnisse und Lösungen im Herbst
Das Projekt läuft derzeit auf Hochtouren. Wir nutzen den Sommer, um auch die restlichen Läden zu erfassen und die individuellen Analysen abzuschließen.
Im Herbst 2026 werden wir die Gesamtergebnisse präsentieren. Dann zeigen wir auf, wie viel Einsparpotenzial in der Vorarlberger Nahversorgung steckt und welche Hebel wir gemeinsam mit den Gemeinden und Betreibern in Bewegung setzen können.
Bleiben wir dran – für lebendige Dörfer und eine starke regionale Versorgung.
Kontakt
Bei Fragen zum Artikel:Andreas Peter
+43 5572 31 202-14
Weiterführende Informationen
Dorfleben - Verein Dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung